Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb

Dieser Abschnitt befasst sich mit den interreichsständischen vorbereitenden Aktivitäten auf katholischer Seite, während die internen Vorarbeiten einzelner Stände in Kap. 3.3 abgehandelt werden. Allerdings war auch die interständische Kommunikation sehr einseitig geprägt von der Politik Bayerns, da nach Aktenlage die wesentlichen Initiativen insbesondere im Bereich der Religionsfrage allein von Herzog Wilhelm V. und seinem Sohn Maximilian ausgingen68, während ein Engagement anderer katholischer Stände für Absprachen und Vereinbarungen vor dem Reichstag lediglich als Reaktion auf die bayerischen Anstöße festzustellen ist.

Wilhelm V. von Bayern regte bereits 1586 übereinstimmend mit Reichsvizekanzler Sigmund Viehauser im Hinblick auf protestantische Forderungen bei einem erwarteten Reichstag Geheimverhandlungen ausgewählter katholischer Stände an, um sich unter anderem über den Widerstand gegen die Freistellung sowie gegen den Versuch der protestantischen Stände abzusprechen, beim Reichstag durch „ungebürliche vota“ eine Mehrheit zu erreichen und die katholischen Stände zu überstimmen69.

Konkreter auf den Reichstag 1594 bezogen sich bayerische Aktivitäten seit Anfang 1592, welche die vom Kaiser an führende katholische Stände geschickten, von den weltlichen Kurfürsten 1590 in Prag vorgelegten protestantischen Gravamina70 auslösten: Sie veranlassten das bis zum Frühjahr 1594 andauernde Bestreben Herzog Wilhelms, andere katholische Fürsten für die rechtzeitige Abfassung einer Gegenerklärung zu den protestantischen Beschwerden und für die Sammlung eigener katholischer Gravamina noch vor dem Reichstag zu gewinnen71. Auf der Grundlage eines Gutachtens Herzog Maximilians vom 9. 7. 159172 sprach er Anfang 1592 mit dieser Absicht die Kurfürsten von Trier und Köln an, die jedoch Kurmainz nicht vorgreifen wollten, während Wilhelm zwar ein Schreiben an Kurfürst Wolfgang beabsichtigte, aber befürchtete, „es werde bey Maintz hardt und langsam zuegehen“73. Im Jahr 1593 setzte Bayern diese Bemühungen fort: Herzog Maximilian riet neuerlich davon ab, die Einberufung katholischer Stände für die Abfassung einer Gegenerklärung zu den protestantischen Gravamina von 1590 und eigener Beschwerden dem eigentlich dafür zuständigen Kurfürsten Wolfgang von Mainz anzuempfehlen, weil es auf diese Weise „gar khüel abgehen werde“, während der Kaiser aufgrund seiner überkonfessionellen Stellung gebunden sei74. Herzog Wilhelm wandte sich gemäß der dem Gutachten beigelegten Konzepte im Oktober 1593 nur an den Kaiser als verspätete Antwort auf dessen Schreiben vom 9. 8. 1590 mit der Bitte, die Gravamina der weltlichen Kurfürsten möglichst allen katholischen Ständen zukommen zu lassen, damit diese ihre Stellungnahme dazu und eigene Beschwerden formulieren könnten75, sowie an Kurfürst Ernst von Köln und Bischof Julius von Würzburg mit der Aufforderung, Maßnahmen zu erörtern, wie die katholischen Stände auf dem künftigen Reichstag etwaige protestantische Gravamina ablehnen, eigene Beschwerden übergeben und weitere Schritte zum Besten der katholischen Religion einleiten könnten76. Zusätzlich ließ er diese Konzeption – die Formulierung der Gravamina durch einzelne Stände und deren Sammlung beim Reichstag oder auf einem vorausgehenden Konvent – im November 1593 den geistlichen Kurfürsten insgesamt sowie nochmals Julius von Würzburg durch einen Gesandten unterbreiten77. Ernst von Köln wollte er zudem für die persönliche Reichstagsteilnahme gewinnen78.

Bischof Julius von Würzburg kritisierte in seiner Antwort79 ebenfalls die mangelnde Initiative Wolfgangs von Mainz, der „so khüel und neütral, das inen soliches ir kfl. Gn. gar wenig angelegen sein liessen“. Ansonsten betonte er die Türkenhilfe als zentrales Thema des Reichstags, das wenig Raum für anderweitige Verhandlungen lassen werde, er wollte aber dennoch selbst Gravamina zusammentragen lassen und dies zudem bei benachbarten katholischen Ständen veranlassen, um sie dem Kaiser beim Reichstag zu übergeben, falls die dortigen Umstände es erlaubten. Die Antwortschreiben der geistlichen Kurfürsten beriefen sich auf ihre mündlichen Erklärungen an den Gesandten80 und dessen Referat vor dem Herzog, das jedoch nicht überliefert ist. Insgesamt dürften sie vor dem Hintergrund der nachfolgenden Schritte Herzog Wilhelms eher zurückhaltend ausgefallen sein. Dies belegt ein späteres Schreiben Kurfürst Ernsts von Köln, in dem er die nochmalige Anregung Wilhelms, die geistlichen Kurfürsten insgesamt sollten den Kaiser bitten, er möge alle katholischen Stände auffordern, ihre Gravamina schriftlich festzuhalten und beim Reichstag vorzubringen, als zu spät und zudem unnötig ablehnte, weil die betroffenen Stände dies ohne kaiserliche Anordnung tun würden und für eine etwaige Zusammenfassung der katholischen Gravamina insgesamt beim Reichstag noch genügend Zeit bleibe81.

Herzog Wilhelm gab sich damit nicht zufrieden und regte Ende Februar 1594 neuerlich bei den geistlichen Kurfürsten als Metropoliten an, die Sammlung der Gravamina in den ihnen unterstehenden Hochstiften, Stiften und Klöstern zu veranlassen und für die Vorlage beim Reichstag zu sammeln82. Bischof Julius von Würzburg sollte dies beim Deutschmeister und anderen benachbarten Ständen tun83, der Herzog selbst sprach diesbezüglich die Bischöfe von Bamberg und Augsburg an. Letzterer sollte zudem den Koadjutor von Eichstätt einbeziehen84. Julius von Würzburg sagte daraufhin zu, der Bitte nachzukommen85. Johann Otto von Augsburg wollte sich für den Fall, dass beim Reichstag neben der Türkenhilfe wider Erwarten weitere Themen zur Sprache kämen, so verhalten, dass an ihm „kein mangel erscheine“, und ebenso Bischof Kaspar von Eichstätt anstelle des vom Papst noch nicht konfirmierten Koadjutors Johann Konrad von Gemmingen dazu auffordern86. Letzteres tat auch Kurfürst Wolfgang von Mainz, der das Schreiben Herzog Wilhelms an weitere Bischöfe, nachweislich Kaspar von Eichstätt und Eberhard von Speyer, weiterreichte und die Intention für die Sammlung eigener Gravamina sowie die Vorlage einer Gegenerklärung zu den protestantischen Beschwerden beim Reichstag jetzt unterstützte87. Neithard von Bamberg bestätigte die eigenen Bedrängungen infolge der kleinterritorialen Vermengung mit seinen protestantischen Nachbarn und lehnte zwar eine eigeninitiative Abfassung katholischer Beschwerden ab, wollte sich aber entsprechenden Beratungen beim Reichstag anschließen88.

Wilhelm von Bayern erreichte mit dieser Initiative im Frühjahr 1594, über die er auch Nuntius Speciano in Prag unterrichtete89, dass einige katholische Stände ihre Beschwerden wohl schon vor dem Reichstag konzipierten90. Deren darauf basierende Zusammenfassung in den allgemeinen katholischen Gravamina sowie die Formulierung einer Gegenerklärung zu den protestantischen Beschwerden erfolgte später während des Reichstags91 erst als Reaktion auf die Übergabe der protestantischen Gravamina. Vor deren Vorlage wollte auch Herzog Wilhelm auf eine katholische Initiative verzichten, um die Verhandlungen zur Türkenhilfe durch die Religionsproblematik nicht zu beeinträchtigen, sondern sie erst reaktiv in Absprache mit der päpstlichen Vertretung zur Beratung bringen lassen92.

Weitere, ebenfalls von Herzog Wilhelm von Bayern angestoßene Schritte vor dem Reichstag betrafen zum einen die Sicherung der katholischen Mehrheit im Fürstenrat, die gemäß einem Gutachten Herzog Maximilians und der bayerischen Räte in Gefahr war, indem einige protestantische Fürstenhäuser Einzelsessionen für mehrere Mitglieder oder Linien beanspruchten, während viele katholische Stände von anderen eximiert würden und ihre Session nicht einnähmen93. Wilhelm unterbreitete das Problem Erzbischof Wolf Dietrich von Salzburg, der jedoch weitere Maßnahmen noch vor der Eröffnung des Reichstags ablehnte und dem Herzog empfahl, die Frage erst in Regensburg „an den rechten orthen“ anzubringen94. Zum anderen ging es darum, die persönliche Teilnahme führender katholischer Fürsten am Reichstag zu befördern: Bereits am 20. 11. 1593 forderte Wilhelm V. Bischof Julius von Würzburg trotz des noch nicht gesicherten Reichstagstermins auf, ebenso wie er persönlich daran teilzunehmen, insbesondere um die katholischen Stände im geschlossenen Widerstand gegen die protestantischen Freistellungsbestrebungen zu stärken95. An den Kaiser ging die Bitte, neben Kurköln namentlich Kurfürst Johann von Trier zur persönlichen Mitwirkung zu bewegen96, im Fokus des Herzogs stand jedoch die Sicherung der Teilnahme seines Bruders, Ernst von Köln, dem er von den bayerischen Landständen 25 000 fl. als Vorschuss leisten ließ, um die Anreise zu ermöglichen, die nur am finanziellen Faktor aufgrund der Verarmung der Landstände in den Stiften Ernsts zu scheitern schien97.

Verstärkt geführt wurden die im Vorfeld der Reichsversammlung nur in Ansätzen erfolgreichen Bemühungen um die Abstimmung der katholischen Politik erst in der Anfangsphase des Reichstags noch vor der Verhandlungsaufnahme im Rahmen der wechselseitigen Antritts- und Vorstellungsbesuche, bei denen, selbst wenn die Protokolle und Berichte nur das Faktum der Begegnung, aber keine Gesprächsinhalte aufzeichnen98, zweifellos die Kooperation auch mit den Vertretern der Kurie insbesondere bezüglich der Religionsverhandlungen thematisiert wurde. Die Antrittsbesuche und sonstigen Kontakte etwa bei gemeinsamen Mahlzeiten werden hier knapp zusammengefasst, um die Dichte der Kommunikation zu veranschaulichen, selbst wenn keine Aussagen zu den Gesprächsthemen möglich sind.

Maximilian von Bayern, der am 9. 5. 1594 in Regensburg ankam, erhielt noch an diesem Tag Besuch vom Grazer Nuntius Portia, am 10. 5. suchte er selbst Legat Madruzzo auf, am 11. 5. kam der Prager Nuntius Speciano zu ihm, am 12. 5. sprach Maximilian beim Bischof von Passau vor, am 15. 5. besuchte ihn der burgundische Gesandte Charles Philippe de Croÿ, am 16. 5. suchte er selbst Kurfürst Wolfgang von Mainz auf und am 17. 5. hielten sich Bischof Julius von Würzburg sowie Landgraf Georg Ludwig von Leuchtenberg bei ihm auf99. Die Kurkölner Gesandten sprachen am 12. 5. bei Legat Madruzzo vor, am 13. 5. bei Maximilian von Bayern, am 15. 5. erneut bei Madruzzo, am 17. 5. bei Kurfürst Wolfgang von Mainz und  am 18. 5. bei Kurfürst Johann von Trier100.

Die diesbezüglichen Gespräche Bischof Julius’ von Würzburg dokumentiert ein eigenes Protokoll für dessen Anreise und die Abläufe nach der Ankunft in Regensburg bis zur Eröffnung des Reichstags101, das aufgrund der genauen Aufzeichnung der Kontakte, in die auch protestantische Fürsten und Gesandte einbezogen wurden, exemplarisch in Kurzform ausgewertet werden soll: Am 16. 5. Ankunft des Bischofs in Regensburg, am Abend Besuch des kaiserlichen Geheimen Rates Hans Christoph von Hornstein und des bayerischen Landhofmeisters Graf Rudolf von Helfenstein bei ihm. Am 17. 5. Vorsprache des Bischofs bei Legat Madruzzo und anschließend bei Kurfürst Wolfgang von Mainz, sodann zusammen mit Landgraf Georg Ludwig von Leuchtenberg Einnahme des Morgenmahls bei Maximilian von Bayern102. Am 18. 5. Gespräch des Bischofs mit Pfalzgraf Philipp Ludwig von Neuburg. Am 19. 5. (Feiertag Christi Himmelfahrt) nach dem Amt Morgenmahl bei Bischof Julius mit den Bamberger Gesandten sowie dem hessischen Rat Johann Riedesel, am Nachmittag erschienen der Erzbischof von Salzburg und danach Maximilian von Bayern. Am 20. 5. Besuch des Landgrafen von Leuchtenberg sowie des Prager Nuntius Speciano zusammen mit dem spanischen Gesandten San Clemente, am Nachmittag Gespräch des Bischofs mit dem Erzbischof von Salzburg und dem Bischof von Passau. Am 21. 5. Besuch zunächst der venezianischen Gesandtschaft, danach Pfalzgraf Philipp Ludwigs von Neuburg mit seinen beiden Söhnen [Wolfgang Wilhelm und August] beim Bischof, zum Abendessen kamen der Landgraf von Leuchtenberg, Wolf Freymon, Verwalter des Reichsvizekanzleramts, und ein Bamberger Rat. Am 22. 5. Einnahme des Morgenmahls mit Reichshofrat Eberhard Wambold von Umstatt, einem Passauer und zwei Regensburger Domherren, am Nachmittag suchten Kuradministrator Friedrich Wilhelm von Sachsen, Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg und der Landgraf von Leuchtenberg den Bischof auf. Letzterer sprach neuerlich am 23. 5. vor, anschließend machten die Grafen Wilhelm von Wied und Philipp Ludwig von Hanau-Münzenberg ihre Aufwartung und erschienen später nochmals zum Mittagessen, zu dem daneben Graf Wilhelm von Oettingen und Reichshofrat Georg Deserus von Fraunhofen geladen waren. Zwischenzeitlich hatte der Bischof seinerseits Legat Madruzzo aufgesucht. Dieser führte am 24. 5. gemeinsam mit Nuntius Speciano ein längeres Gespräch mit Julius in dessen Herberge; am Mittagessen nahmen Graf Rudolf von Helfenstein und zwei Kurpfälzer Gesandte teil. Am Nachmittag hatte Bischof Julius eine halbstündige Audienz beim Kaiser, danach besuchte er Kurfürst Ernst von Köln, das Abendessen nahm er gemeinsam ein mit Adolf Wolff, genannt Metternich, Domherr zu Speyer und bayerischer Rat. Am 25. 5. Audienz der Jülicher Gesandten beim Bischof, nachfolgend kamen Kurfürst Johann von Trier und nachmittags Kurfürst Wolfgang von Mainz zu ihm. Am 26. 5. erschienen im Auftrag des Kaisers Hans Christoph von Hornstein und Johann Wolf Freymon und führten ein Gespräch zu „etlichen sachen“; anschließend Morgenmahl beim Erzbischof von Salzburg, nachmittags Besuch Kurfürst Ernsts von Köln beim Bischof. Zum Abendessen kam Maximilian von Bayern. Am 27. 5. nahmen neben dem Landgrafen von Leuchtenberg mehrere Grafen und Herren am Morgenmahl beim Bischof teil. Am Pfingstsonntag, 29. 5., feierliches Amt im Dom, zu dem der Kaiser nicht erschien; Abendessen mit den anwesenden katholischen Kurfürsten und Fürsten bei Kurfürst Wolfgang von Mainz. Am 30. 5. Einladung zum Morgenmahl bei Maximilian von Bayern. Am 31. 5. hatte Johann Eustachius von Westernach, Statthalter des Deutschmeisters zu Mergentheim, Audienz bei Bischof Julius, er selbst war anschließend bei Pfalzgraf Philipp Ludwig von Neuburg zu Gast. Wenig später erfolgte am 2. 6. die lange verzögerte Eröffnung der offiziellen Verhandlungen des Reichstags.

Anmerkungen

68
 Vgl. auch die intensiven internen bayerischen Vorbereitungen für den RT: Einleitung, Kap. 3.3.
69
 Hg. Wilhelm V. an Ebf. Georg von Salzburg (München, 5. 12. 1586): HStA München, K. schwarz 6968, fol. 1–6’, hier 1–2, Zitat 2 (Kop.).
70
 Nachweis in Anm. 21 bei Nr. 161, Abschnitt B. Vgl. auch Einleitung, Kap. 2.1 mit Anm. 37, 38.
71
 Vgl. dazu zusammenfassend auf breiter Quellengrundlage: Stieve, Politik I, 176–179.
72
 HStA München, KÄA 3225, fol. 127–128’ (Or.). Druck: Aretin, Geschichte I, 488–490.
73
 Antwort Kf. Ernsts von Köln an den bayerischen Gesandten Hans Georg von Freising im Januar 1592 (HStA München, K. schwarz 880, fol. 468–479, 484’, hier 478 f. Or.) sowie Schreiben Hg. Wilhelms an Kf. Ernst vom 10. 4. 1592 (ebd., fol. 456–467’, hier 466 f., Zitat 466’. Kop.). Vgl. Stieve, Politik I, 176 f.
74
 Gutachten Hg. Maximilians von Bayern, basierend auf Empfehlungen der Räte Hg. Wilhelms (München, 20. 10. 1593): HStA München, KÄA 3225, fol. 468–478, hier 468–469, Zitat 468’ (Or.).
75
 Hg. Wilhelm V. an den Ks. (München, 20. 10. 1593): HHStA Wien, RK Religionsakten 30, fol. 192–193’ (Or.). HStA München, KÄA 3225, fol. 336–337 (Konz.). Vgl. auch Einleitung, Kap. 2.1 mit Anm. 38.
76
 Hg. Wilhelm V. an Kf. Ernst von Köln (München, 20. 10. 1593) und an Bf. Julius von Würzburg (München, 21. 10. 1593): HStA München, KÄA 3225, fol. 337 f. (Konz. an beide Adressaten); fol. 282 f. (Kop. an Köln); fol. 280 f. (Kop. an Würzburg).
77
 Instruktion Hg. Wilhelms V. für Hans Heinrich Nothaft von Wernberg zu Aholming (München, 1. 11. 1593): Ebd., fol. 267–276’ (Konzeptkop.). Vgl. Stieve, Politik I, 177; Schweizer, Beiträge II, 149*.
78
 Vgl. Einleitung, Kap. 2.3 mit Anm. 234.
79
 Bericht des Hans Heinrich Nothaft an Hg. Wilhelm (Würzburg, 17. 11. 1593): HStA München, KÄA 3225, fol. 351–354’, Zitat 351’ (eigenhd. Or. Auszüge: Stieve, Politik I, 177, Anm. 5). Bf. Julius an Hg. Wilhelm (Würzburg 17. 11. 1593) mit Verweis auf seine Antwort an Nothaft (HStA München, KÄA 3225, fol. 328, 329’. Or.). Julius Echter revidierte seine von Nothaft in München referierte Antwort später dahingehend, Hg. Wilhelm möge vorrangig die Kff. von Köln und Mainz bitten, die Sammlung katholischer Gravamina im Ober- und Niedersächsischen [!] sowie im Oberrheinischen Kreis zu veranlassen, er sagte jedoch auch sein Engagement weiterhin zu (Bf. Julius an Hg. Wilhelm; Würzburg, 5. 2. 1594: Ebd., fol. 325–327. Or.).
80
 Kf. Wolfgang von Mainz an Hg. Wilhelm V. (Aschaffenburg, 22. 11. 1593): HStA München, KÄA 3225, fol. 338–339’ (Or.). Kf. Ernst von Köln an Hg. Wilhelm (Lüttich, 7. 12. 1593): Ebd., fol. 279, 279’ (Or.). Kf. Johann von Trier an Hg. Wilhelm (Montabaur, 17. 12. 1593): Ebd., fol. 340, 341’ (Or.). Vgl. Stieve, Politik I, 177 f.
81
 Kf. Ernst von Köln an Hg. Wilhelm V. (Lüttich, 19. 2. 1594): HStA München, KÄA 3225, fol. 626–630’, hier 628 f. (Or.). Auch der Speyerer Domherr und bayerische Rat Adolf Wolff, genannt Metternich, kritisierte das im Gegensatz zu den protestantischen Aktivitäten geringe Engagement der geistlichen Stände vor dem RT, bei denen es „also beschaffenn, daß mehr furcht als eiffer zu besorgen. Wann dan euer Dlt. bei disser noedt daß best nicht thun, werden die sachen ubel aibgehenn [!]“. Auch er betrachtete eine Reaktion auf die protestantischen Gravamina als unabdingbar und stellte fest: „Bei denn calvinisten, die sich ihn der Pfaltzs und anderort befindenn, ist gar kein rhau [= Ruhe], und so lang sie ihn Deutzlandt nicht auch ein bluitbatt anrichten, feiernn sie nicht etc.“ (an Hg. Wilhelm V.; Speyer, 22. 4. 1594: HStA München, K. schwarz 902, fol. 211–212’. Eigenhd. Or.; mit Abweichungen zit. bei Stieve, Politik I, 180 f., Anm. 3; Janssen, Vorbereitung, 120).
82
 Hg. Wilhelm V. an die geistlichen Kff. (München, 27. 2. 1594): HStA München, KÄA 3225, fol. 380’f. (Konz. Hd. Gewold). HStA München, K. blau 307/9, unfol. (Kop. an Kf. Wolfgang von Mainz).
83
 Hg. Wilhelm V. an Bf. Julius ([München], 27. 2. 1594): HStA München, KÄA 3225, fol. 380 f. (Konz. Hd. Gewold). Vgl. Stieve, Politik I, 178.
84
 Hg. Wilhelm V. an Bf. Neithard von Bamberg (München, 26. 2. 1594): StA Bamberg, Hst. Bamberg GK 546, fol. 58–59’ (Or.). Vgl. Weiss, Bistum, 268. Entsprechend an Bf. Johann Otto von Augsburg: HStA München, KÄA 3225, fol. 342–343’ (Konz. Hd. Gewold).
85
 Bf. Julius an Hg. Wilhelm V. (Würzburg, 26. 3. 1594): Ebd., fol. 635, 636’ (Or.).
86
 Bf. Johann Otto an Hg. Wilhelm V. (Dillingen, 14. 3. 1594): HStA München, KÄA 3229, fol. 24–25’, Zitat 24 (Or.). Vgl. Stieve, Politik I, 178, Anm. 5.
87
 Kf. Wolfgang von Mainz an Bf. Kaspar von Eichstätt (Aschaffenburg, 1. 4. 1594): HStA München, K. blau 307/9, unfol. (Or.). Antwort Bf. Eberhards von Speyer an Kf. Wolfgang von Mainz (Speyer, 7. 4. 1594) zu dessen Schreiben vom 1. 4. mit der Zusage, seine RT-Gesandten für etwaige Beratungen zu beauftragen, falls Gravamina zur Vorlage kämen (HHStA Wien, MEA RTA 90 Fasz. 2, unfol. Or.; präs. Aschaffenburg, 9. 4.).
88
 Bf. Neithard an Hg. Wilhelm V. (Bamberg, 26. 5. 1594): HStA München, KÄA 3232, fol. 124–125’ (Or. Auszug: Stieve, Politik I, 178, Anm. 5). StA Bamberg, Hst. Bamberg GK 546, fol. 123–124’ (Konz.).
89
 Memoriale Hg. Wilhelms für seinen Rat Philipp Kurz von Senftenau (München, 30. 3. 1594: HStA München, K. schwarz 10254, unfol. Konz.) und dessen Bericht an den Hg. (Prag, 19. 4. 1594: Ebd., KÄA 3225, fol. 633–634’. Eigenhd. Or.). Vgl. Stieve, Politik I, 178.
90
 Vgl. Nr. 421–423, 426, 427.
91
 Vgl. Nr. 235, 237 (Abschnitt A), 238, 240 (Abschnitt B), 241 (Abschnitt A), 245.
92
 Antwort Hg. Wilhelms V. an Legat Madruzzo (München, 29. 4. 1594: HStA München, KÄA 3225, fol. 637–640’. Konz. mit Datum 28. 4. Druck nach dem Or.: Schweizer, Beiträge III, Nr. 21 S. 26*–28*. Vgl. Stieve, Politik I, 261; Roberg, Türkenkrieg I, 293, Anm. 2) auf dessen Vorbringen durch einen Gesandten, in dem neben allgemeinen Religionsbelangen die Abwehr der Magdeburger und Halberstädter Sessionsbestrebungen im Zentrum stand (o. D., April 1594: HStA München, KÄA 3225, fol. 641 f., 643’. Or. Druck: Roberg, Türkenkrieg I, Beilage Nr. 11 S. 293 f. Vgl. Stieve, Politik I, 201 f., Anm. 2; 261, Anm. 5).
93
 Gutachten Hg. Maximilians für Hg. Wilhelm V. vom 28. 2. 1594, beruhend auf Erörterungen der bayerischen Räte: HStA München, KÄA 3225, fol. 445–452’, hier 451 f. Das Gutachten riet deshalb auch von Einwänden ab, falls Österreich für die 3 Ländergruppen im FR gegen das Herkommen mehr als eine Session beanspruchen sollte, weil dies die katholische Stimmenzahl erhöhte (ebd., fol. 446’ f.).
94
 Hg. Wilhelm V. an Ebf. Wolf Dietrich von Salzburg (München, 23. 2. 1594): Ebd., fol. 394, 394’ (Konz. Hd. Gewold). Antwort des Ebf. an den Hg. (Salzburg, 3. 3. 1594): Ebd., fol. 580, 581’, Zitat 580 (Or.). Vgl. Stieve, Politik I, 182 f.
95
 Hg. Wilhelm V. an Bf. Julius (Landshut, 20. 11. 1593): HStA München, Fürstensachen 99, fol. 5–6’ (Kop. mit Vermerk, dass das Schreiben eigenhd. vom Hg. auszufertigen sei). Ebd., KÄA 3225, fol. 355–356’ (Konz.).
96
 Antwort des Ks. an Hg. Wilhelm V. (Prag, 14. 2. 1594) zu dessen nicht vorliegendem Schreiben mit Verweis auf die zwischenzeitlich abgeordnete Werbungsgesandtschaft an den Rhein (Einleitung, Kap. 4.1): Ebd., fol. 562–564’ (Or.).
97
 Vgl. Stieve, Politik I, 184. Korrespondenzen: Kf. Ernst an Hg. Wilhelm V. (Köln, 28. 10. 1593): HStA München, KÄA 4397, fol. 222–224’ (Or.). Johann von Groesbeeck, Rat Kf. Ernsts, an Hg. Wilhelm (Lüttich, 8. 12. 1593): Ebd., KÄA 3225, fol. 284 f. (eigenhd. Or.). Kf. Ernst an Hg. Wilhelm (Lüttich, 19. 2. 1594): Ebd., fol. 626–630’, hier 626–628 (Or.). Vgl. auch Einleitung, Kap. 4.2.1 mit Anm. 138.
98
 Unterredungen mit protokolliertem Inhalt werden in die Dokumentation der katholischen Verhandlungen (Abschnitt G) aufgenommen.
99
 Bayern A, fol. 512–517 passim.
100
 Bruns, Tagebücher, 560 f.
101
 Würzburg, unfol. (StA Würzburg, WRTA 85, unfol.).
102
 Zu den vielfachen Kontakten des Bf. mit Maximilian von Bayern vgl. Schreiben Bf. Julius an Hg. Wilhelm V. (Regensburg, 20. 5. 1594): Bedauert die mit Krankheit begründete Abwesenheit des Hg. und will die mit ihm geplanten vertraulichen Gespräche zur Religionsproblematik und anderen Fragen nunmehr mit Maximilian führen (HStA München, K. schwarz 12704, unfol. Or.).